Tesla nutzt Intel 14A, SpaceX plant eigene GPUs
23. April 2026

Intel Foundry CTO und COO Naga Chandrasekaran zeigt einen Intel-14A-Wafer.
Intel kann einen großen Erfolg für seine Halbleiterauftragsfertigung verbuchen: Mit Tesla konnte ein erster Großkunde für den kommenden Fertigungsprozess 14A gewonnen werden. Wie CEO Elon Musk Investoren sagte, soll der Fertigungsprozess im Rahmen des Terafab-Projekts genutzt werden. Dafür konnte Musk unlängst Intel als Technologiepartner gewinnen, Details etwa zur Finanzierung sind aber weiter offen.
Musks Ankündigung lässt aber auch erwarten, dass ein eigenes Werk gebaut wird: “Wenn die Terafab hochskaliert, wird 14A ziemlich ausgereift und bereit für die große Bühne sein”, sagte Musk den Investoren. Ein neues Werk wäre frühestens 2028 fertig, die Risikofertigung mit Intel 14A soll 2027 anlaufen. Letzte Optimierungen für die Serienfertigung sollen im Folgejahr beendet sein. Den Investoren kündigte Musk auch eine deutliche Steigerung der Investitionen an, um weitere Märkte zu erschließen.
Mit Intel 14A setzt Tesla nach TSMC und Samsung auf sämtliche Anbieter moderner Fertigungsprozesse. Für Intel ist die Nachricht wichtig, da das Unternehmen ohne externe Kunden die kostspielige Entwicklung modernster Prozesse nicht mehr stemmen kann. CEO Lip-Bu Tan brachte zwischenzeitlich sogar einen Ausstieg aus der Prozessentwicklung ins Spiel, sofern sich keine größeren externen Kunden finden ließen.
Tesla-Chips oder KI-GPUs mit 14A?
Was genau mit Intel 14A gefertigt werden soll, ist derzeit noch offen. Neben den selbst entwickelten KI-Chips, die künftig nicht nur in Teslas, sondern auch in Optimus-Robotern verbaut werden sollen, plant ein anderes Musk-Unternehmen GPUs.
Das zumindest ist in den Anlegerinformationen zum Börsengang von SpaceX zu lesen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Dass Gamer sich über mehr Auswahl freuen dürfen, ist allerdings unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte es um eigene KI-Beschleuniger gehen, die oft mit dem bekannteren Stichwort GPU versehen werden.
Wie Amazon, Google und Microsoft dürfte Musk bestrebt sein, für das mit SpaceX fusionierte xAI eine günstigere Alternative zu Nvidias KI-Ökosystem zu entwickeln. Hierzu passt, dass in dem sogenannten S-1 Filing laut Reuters ebenfalls zu lesen ist, dass SpaceX einen Großteil seiner Hardware über Drittanbieter beziehe. Die fehlenden langfristigen Verträge mit Herstellern könnten dazu führen, dass nicht die geplanten Stückzahlen eingekauft werden könnten.
Das wiederum könne dazu führen, dass nicht genauer benannte selbstgesetzte Ziele nicht erreicht werden könnten. Für die Eigenentwicklungen seien “substanzielle Kapitalausgaben” eingeplant. Unklar ist, ob lediglich Inferenz oder auch Training mit Eigenentwicklungen abgedeckt werden sollen. Die Entwicklung eines eigenen Beschleunigers für KI-Training mit dem Supercomputer Dojo war für Tesla in der Vergangenheit ein Fehlschlag. Das Team hinter dem Chip in Wafer-Größe wurde 2025 aufgelöst.
Quelle:Mehr KI-Chips: Tesla nutzt Intel 14A, SpaceX plant eigene GPUs – Golem.de



