{"id":21329,"date":"2022-04-12T15:01:14","date_gmt":"2022-04-12T07:01:14","guid":{"rendered":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/?p=21329\/"},"modified":"2022-04-12T15:01:14","modified_gmt":"2022-04-12T07:01:14","slug":"seefracht-haengt-auf-den-weltmeeren-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/seefracht-haengt-auf-den-weltmeeren-fest\/","title":{"rendered":"Seefracht h\u00e4ngt auf den Weltmeeren fest"},"content":{"rendered":"<p>vom\u00a0<time datetime=\"2022-04-08 06:30:00\">08.04.2022<\/time><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-21331\" src=\"https:\/\/ljdevice.com.tw\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/220407-1543-948-0900-375577-20220407shanghai-1-300x130.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"130\" \/><!--more--><\/p>\n<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Seit zwei Wochen befindet sich Shanghai pandemiebedingt im Lockdown. Mitte der Woche wurde dieser aufgrund der Zero-Covid-Politik Chinas auf unbestimmte Zeit verl\u00e4ngert. F\u00fcr den Warenverkehr und den Welthandel ist das schwer zu verdauen. Vor dem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.marinetraffic.com\/en\/ais\/home\/centerx:-12.0\/centery:24.9\/zoom:4\">Hafen Shanghai<\/a>, einem der wichtigsten Seeh\u00e4fen der Welt, warten aktuell 168 Containerschiffe, um ent- oder beladen zu werden. Der Hafen ist zwar in Betrieb, doch weil in der 26 Millionen Einwohner z\u00e4hlenden Stadt Hausarrest verh\u00e4ngt wurde, k\u00f6nnen auch die Hafenarbeiter nicht zur Arbeit gehen. Dieses Szenario betraf in den vergangenen Monaten auch andere chinesische St\u00e4dte und H\u00e4fen, wie Shenzhen und Dongguan. Entsprechend wurde auch die Produktion in den Fabriken von VW, Tesla und anderen Unternehmen gedrosselt oder gestoppt.<\/p>\n<p class=\"em_text\">Laut des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) stecken derzeit etwa zw\u00f6lf Prozent der weltweit verschifften Waren fest, melden Agenturen. In Shanghai w\u00fcrden in normalen Jahren 45 Millionen Container j\u00e4hrlich umgeschlagen, weltweit seien etwa 40 Millionen Container verf\u00fcgbar, sagt Lothar Thoma, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Luft- und Seefracht beim Vorarlberger Logistikunternehmen Gebr\u00fcder Weiss. Doch diese Normalit\u00e4t gibt es seit zwei Jahren nicht mehr. &#8220;Wir waren verw\u00f6hnt davon, wie gut es funktioniert hat&#8221;, so Thoma.<\/p>\n<figure class=\"\"><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xCaIhBnPJc-ugBRKC_AIKHs0ssInWMqpXR1fwFTgFbC3pQ6Aq7kvCbbM3nIIApSzfekBw2B9-1A8v5ZMAOogRvFr_um8MuB4FPUC-U7d_dFQxvmKFZEfMDw\/220407-1653-948-0900-375618-20220407radars9b.jpg\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Schiffsstau vor dem Hafen von Shanghai. - \u00a9 WZ \/ Marine Traffic\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1x0y0DN_Gyn5LzC-yEzIgBhA_NvKe7OFSsgmLglRSJnf_y-DrSmv8nOeCkC1D2kpKK5n2j9OAAvtx-RZg-5lVIDVIVQSDhY8OqRydW3UJb2qD7qKNSodEFXA\/220407-1653-948-0900-375618-20220407radars9b.jpg\" srcset=\"\/_em_daten\/_cache\/image\/1x0y0DN_Gyn5LzC-yEzIgBhA_NvKe7OFSsgmLglRSJnf_y-DrSmv8nOeCkC1D2kpKK5n2j9OAAvtx-RZg-5lVIDVIVQSDhY8OqRydW3UJb2qD7qKNSodEFXA\/220407-1653-948-0900-375618-20220407radars9b.jpg 1x, \/_em_daten\/_cache\/image\/1xgKsc-DerrZaScAp1d4O5Mxqzhv9u-lAs1HgNQyLV5rmftVvkRwvSm3ACpMtAiHHEDjc2jkmjjIY6YxN4cYzv5lMCrK_-r67NDIkhDoAmp_KpWyC_IuKtNA\/220407-1653-948-0900-375618-20220407radars9b.jpg 2x\" alt=\"Schiffsstau vor dem Hafen von Shanghai. - \u00a9 WZ \/ Marine Traffic\" width=\"713\" \/><\/a><figcaption>Schiffsstau vor dem Hafen von Shanghai. &#8211; \u00a9 WZ \/ Marine Traffic<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"em_text\">Nicht nur die Nervosit\u00e4t, auch die Kosten stiegen aufgrund der wiederholten Lockdowns. Mitte M\u00e4rz kostete das Chartern eines Containers 13.000 US-Dollar. Weil nun weniger produziert und versendet werde, seien diese Kosten derzeit zwar etwas niedriger und liegen bei etwa 11.000 US-Dollar pro Container, so Thoma, aber noch immer ist es der zehnfache Preis als vor der Corona-Pandemie. Reedereien seien die Gewinner in dieser Situation, sagt Thoma. Wann wieder Normalit\u00e4t einkehrt, wei\u00df niemand. Thoma rechnet damit, dass der Hafen Shanghai erst im Mai wieder in vollem Betrieb sein werde. Dann ist damit zu rechnen, dass das Pendel umschl\u00e4gt und sich vor dem Hafen Los Angeles, dem gr\u00f6\u00dften Handelskorridor f\u00fcr Waren aus China, ein Nadel\u00f6hr bildet. Dort ist die Lage derzeit n\u00e4mlich entspannt.<\/p>\n<h2 class=\"zt\">Alternative Wege<\/h2>\n<p class=\"em_text\">Gest\u00f6rte Lieferketten bedeuten nicht, dass keine Lieferungen mehr m\u00f6glich seien, sondern, dass sie l\u00e4nger brauchen und teurer w\u00fcrden, sagt Alexander Klacska, Spartenobmann Logistik bei der Wirtschaftskammer \u00d6sterreich und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines Familienbetriebs. &#8220;Logistiker m\u00fcssen immer kreativ sein.&#8221; Auch Robert Hartmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Salzburger Logistikunternehmen Quehenberger, best\u00e4tigt, dass die Abstimmung vor Ort aufw\u00e4ndiger geworden sei: Der Verlader, beziehungsweise der Produktionsbetrieb, m\u00fcsse in st\u00e4ndigem Kontakt mit den Spediteurunternehmen sein, ob die Fracht verladen werden k\u00f6nne. &#8220;Da kann es st\u00fcndlich zu \u00c4nderungen kommen&#8221;, so Hartmann.<\/p>\n<p class=\"em_text\">Alternativen zur Seefracht w\u00e4ren Luftfracht und der Schienenverkehr, doch beides ist kostspieliger. Vor der Pandemie wurde bis zu 70 Prozent der Luftfracht nach China in normalen Linien- und Tourismusfl\u00fcgen transportiert, die in dieser Frequenz noch nicht wiederhergestellt wurden. Die Lage am Flughafen Shanghai sei \u00e4hnlich der am Seehafen, sagt Hartmann. Waren von \u00d6sterreich nach China beispielsweise k\u00f6nnen dort derzeit verladen werden, wenngleich es zu Wartezeiten kommen k\u00f6nne. Die Preise, die bei der Luftfracht pro Kilogramm verrechnet werden, haben sich verdoppelt. &#8220;Seit Anfang M\u00e4rz steigen die Frachtpreise w\u00f6chentlich, von knapp unter zwei Euro pro Kilogramm bis vier Euro pro Kilogramm und mehr&#8221;, sagt Hartmann.<\/p>\n<h2 class=\"zt\">&#8220;Verlernt, Risiko zu sehen&#8221;<\/h2>\n<p class=\"em_text\">Die Bahnverbindung von China nach Europa, die wiederbelebte chinesische Seidenstra\u00dfe, ist nicht f\u00fcr alle Logistiker eine Alternative. Klacska gibt zu bedenken, dass Containerschiffe eine weit h\u00f6here Kapazit\u00e4t haben als Z\u00fcge. Ein Zug kann bis zu 100 Container transportieren, w\u00e4hrend auf einem Schiff mehr als 10.000 Container Platz haben. &#8220;Wir haben verlernt, das Risiko zu sehen, weil es bisher so gut gelaufen ist&#8221;, sagt der \u00d6konom Harald Oberhofer. Gegen die Folgen von gest\u00f6rten Lieferketten h\u00e4tte eine st\u00e4rkere Diversifizierung von Bezugsquellen und eigene Lager versichert.<\/p>\n<p class=\"em_text\">Nicht nur Shanghai bringt die Lieferketten ins Wanken, auch der Ukraine-Krieg stellt die Logistikbranche vor Herausforderungen. &#8220;Gro\u00dfe Reedereien fahren Russland und die Ukraine nicht mehr an und routen ihre Schiffe um. Es kommt zu massiven Verz\u00f6gerungen, und Container stehen und warten, abgeholt zu werden,&#8221; sagt Klacska. Hafengeb\u00fchren, die 120 Euro pro Tag und mehr betragen, \u00fcbersteigen bei machen Lieferungen schon den Warenwert, so der Logistik-Experte. W\u00e4hrend laut IfW an den drei gr\u00f6\u00dften H\u00e4fen Russlands &#8211; St. Petersburg, Wladiwostok und Novorossiysk &#8211; der Containerfrachtverkehr um die H\u00e4lfte eingebrochen ist, ist der ukrainische Hafen Odessa schon seit Kriegsausbruch im Februar nicht mehr in Betrieb.<\/p>\n<div class=\"check-google\">\u00a0Quelle:<a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/wirtschaft\/international\/2143348-Seefracht-haengt-auf-den-Weltmeeren-fest.html\">Logistik &#8211; Seefracht h\u00e4ngt auf den Weltmeeren fest &#8211; Wiener Zeitung Online<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom\u00a008.04.2022<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[98],"tags":[],"class_list":["post-21329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-industrienachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21329"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21333,"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21329\/revisions\/21333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ljdevice.com.tw\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}