iPhone 18 Pro Max umgeht Versandgrenzen mit per Software gedrosseltem Akku
veröffentlicht vor 1 Woche

Apple nutzt beim iPhone 18 Pro Max einen ungewöhnlichen Ansatz, um strengere Versandauflagen für Akkus zu umgehen. Ein Teil der Akkukapazität ist vor Auslieferung per Firmware gesperrt und wird erst nach der Aktivierung freigegeben.
Temporäre Akkubegrenzung für den Versand
Seit dem 18. September erhalten Kund:innen erste Geräte des iPhone 18 Pro Max. Ein am selben Tag veröffentlichtes Support-Dokument von Apple erklärt, warum das Modell zunächst mit begrenzter Akkukapazität ausgeliefert wird.
Im voll freigeschalteten Zustand überschreitet der Akku des iPhone 18 Pro Max die Grenze von 20 Wattstunden. In vielen Ländern und Regionen greifen ab diesem Wert zusätzliche Versandauflagen für Akkus. Um diese Vorgaben einzuhalten, hält Apple den Akku per Firmware während Produktion und Transport unterhalb der 20-Wh-Schwelle.
Nach der Aktivierung des iPhone 18 Pro Max verschwindet diese Beschränkung automatisch, die volle Nennkapazität steht dann zur Verfügung. Das berichtet The Verge unter Verweis auf Apple. So kann Apple das Gerät mit reduziertem Akku versenden, ohne die verfügbare Kapazität dauerhaft zu verringern.
Apple gibt für das iPhone 18 Pro Max bis zu 45 Stunden Videowiedergabe an. Das sind sechs Stunden mehr als beim iPhone 17 Pro Max.
„Prepare to Ship“ setzt die Grenze bei Bedarf wieder
Das Verfahren lässt sich auch umkehren, wenn ein bereits aktiviertes iPhone 18 Pro Max verschickt werden soll – etwa für Reparatur, Trade-in, Rückgabe, Verkauf oder als Geschenk. Dafür gibt es die Funktion „Prepare to Ship“, die die Kapazität wieder unter die Versandgrenze senkt und gleichzeitig einschränkt, wie weit der Akku geladen werden kann.
Der Weg zur Funktion führt über die Einstellungen:
- Einstellungen öffnen
- „Allgemein“ antippen
- „iPhone übertragen/zurücksetzen“ wählen
- „Prepare to Ship“ auswählen
Im Anschluss wählt Ihr, ob das iPhone zur Reparatur, zum Trade-in, zur Rückgabe oder aus einem anderen Grund verschickt wird. Ist der Akku zu voll, entlädt sich das Gerät selbstständig, bis es unter den erforderlichen Grenzwert fällt.
Je nach Akkustand kann „Prepare to Ship“ wenige Minuten bis zu mehreren Stunden dauern. Während der Entladung kann sich das iPhone stärker erwärmen als üblich, bleibt aber nutzbar – sofern es nicht bereits gelöscht wurde. Ist der Vorgang abgeschlossen, erscheint in den Einstellungen ein rotes „Ready to Ship“-Badge.
Besondere Regeln nur für das iPhone 18 Pro Max
Für Reparaturen, Trade-ins und Rückgaben begrenzt „Prepare to Ship“ das Laden für 14 Tage auf 80 Prozent. Nach Ablauf dieser Frist lässt sich die Begrenzung wieder aufheben. Für Verkauf, Geschenk oder andere Sendungen zwischen Privatpersonen kann „Prepare to Ship“ jederzeit abgebrochen werden.
Ungeöffnete iPhone-18-Pro-Max-Verpackungen benötigen diesen Schritt nicht, da hier noch die werkseitige Begrenzung aktiv ist. Auch beim eigenen Transport – etwa auf Reisen oder im Flugzeug – ist die Funktion laut Apple nicht erforderlich.
Das iPhone 18 Pro Max ist derzeit das einzige Modell, für das dieser Ansatz nötig ist. Andere iPhones bleiben mit ihrer Akkukapazität unterhalb der relevanten Versandgrenze und kommen ohne zeitweilige Firmware-Drosselung aus.



