Nintendos Börsenwert ist um 14 Milliarden Dollar gefallen wegen möglicher Lieferengpässe
11. Dezember 2025
Nintendos Börsenwert ist am Mittwoch unvermittelt um 14 Milliarden Dollar gefallen. Damit wurde seit Mai 2025 ein neuer Tiefstand erreicht. Grund soll der Chip- und Speichermangel sein, wegen dem sich Anleger Sorgen um die Lieferbarkeit der Switch 2 machen. Das Geschäft selbst soll aber weiterhin gut laufen.
Einbruch wegen Sorgen
Es klingt schon einfach irre, wenn es heißt, dass Nintendos Wert um 14 Milliarden Dollar eingebrochen ist, weil Shareholder eine Chip-Knappheit befürchten. Damit befindet sich die Aktie auf dem niedrigsten Stand seit Mai dieses Jahres. Dabei läuft der Switch 2-Verkauf für Nintendo hervorragend und das Unternehmen hob sogar die Prognose von 15 auf 19 Millionen verkaufte Einheiten bis Ende des Jahres an.
Dennoch hat die Angst vor einer weiteren Chip-Knappheit sowie steigenden Materialpreisen dafür gesorgt, dass Nintendos Aktie einen harten Schlag hinnehmen musste. Vor allem zentrale Bauteile für die RAM-Module der Switch 2 verteuerten sich um 41 Prozent und auch die Preise der NAND-Flash-Speicher stiegen um acht Prozent, wie Bloomberg berichtete. Dies soll letztlich zum Kurseinbruch geführt haben.
Eine ungewisse Zukunft
Damit steht nicht nur eine mögliche Preiserhöhung der Switch 2 selbst im Raum, sondern auch der Speichererweiterungen. Gerade mit immer größer werdenden Spielen, kommen die meisten um zusätzlichen Speicherplatz nicht drum herum. Doch auch dieser ist immer teurer geworden. Da auf der Switch 2 nur microSD‑Express‑Karten funktionieren, müssen Kunden gleich nochmal tiefer in die Taschen greifen. Schon eine Erweiterung von 512 GB kann bis zu 120 Euro kosten.
Dabei sei gesagt, dass es sich hier immer noch nur um ein Stimmungsbild handelt. Nintendo selbst ist nicht in ernsten Schwierigkeiten oder geschäftlichen Problemen, doch die Sorge vor den immer teurer und immer begehrter werdenden RAM-Chips und Speicherkarten macht sicher nicht nur die Anleger nervös. Langfristig werden alle Konsolenhersteller schauen müssen, wie sie auf die steigende Nachfrage und teureren Materialkosten reagieren werden.



